Schnelleinstieg Reader

Home|Suche|Friedolin|Webmail de

Wortmarke FSU

"Astronomen - die geselligsten aller Einsiedler"

Vortrag am 6. Mai im „Internationalen Jahr der Astronomie 2009“
PDF erstellen Seite weiterempfehlen
ReadSpeaker
zurück | vor
29.04.2009

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) hat seit ihrer Gründung im Jahr 1558 bis heute ununterbrochen astronomische Vorlesungen angeboten, womit sie in Mitteleuropa einzigartig dasteht. Am 6. Mai berichtet Dr.-Ing. Reinhard E. Schielicke um 17 Uhr im Zeiss-Planetarium Jena (Am Planetarium 5) unter dem Titel "Astronomen - die geselligsten aller Einsiedler" über diese Geschichte – Eintritt frei.

Dr. Schielicke (Jahrgang 1940) war seit 1959 Mitarbeiter am Astrophysikalischen Institut und der Universitäts-Sternwarte der FSU. Im Jahr 1966 wurde er Ingenieur für Betriebsmess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, 1976 Diplom-Ingenieur für Elektroingenieurwesen, 1985 erfolgt seine Promotion zum Dr.-Ing. an der FSU. 1992 ist er eines der Gründungsmitglieder des Arbeitskreises Astronomiegeschichte der Astronomischen Gesellschaft, deren Vorstandsmitglied er zwischen 1995 und 2004 war. Dr. Schielicke ist Herausgeber zahlreicher astronomischer Fachbücher.

Bereits 1551 las Michael Neander an der Hohen Schule Jenas über Astronomie. Georg Limnäus stand mit Johannes Kepler in Kontakt und richtete 1598 das erste Observatorium Jenas ein. Erhard Weigel machte sich unter anderem einen Namen als "Europapolitiker", als er sich für die Übernahme der Gregorianischen Kalenderreform in den protestantischen Ländern einsetzte. Auf dem Torgebäude des Collegium Jenense errichtete er 1657 ein Observatorium, das über hundert Jahre genutzt wurde. Goethe wurde 1812 von Herzog Carl August angewiesen, den erwünschten Bau einer Sternwarte in Jena unter seine Oberaufsicht zu stellen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren Universität und Sternwarte von der Schließung bedroht. Erst die Übernahme des Direktorats durch Ernst Abbe von 1877 bis 1900 sicherte den Bestand der Sternwarte als "Schule der exakten Beobachtungskunst", parallel entstand 1897 die Astro-Abteilung im Zeiss-Werk. Im Jahr 1945 übernahm Hermann Lambrecht die Institutsleitung und begründete die bis heute erfolgende Erforschung der Interstellaren Materie.

Meldung vom: 2009-04-29 07:30
Unibund Halle - Leipzig - Jena Coimbragroup Partnerhochschule des Spitzensports