Mikroevolution der Pflanzen

 
   

Arten sind keine unveränderlichen Einheiten, sondern wandeln sich ständig in Anpassung an Umweltveränderungen und durch Zufallsprozesse. Dabei können sich innerartliche Differenzierungen ausbilden, die unter Umständen zur Bildung neuer Arten führen. Auch bereits getrennte Arten können in genetischen Kontakt treten und über Hybridisierungsvorgänge verschmelzen oder neue Arten hervorbringen.

Dynamik und Verlauf der Veränderungen sind nicht nur von äußeren Einflüssen abhängig, sondern ganz wesentlich auch durch Eigenschaften der Pflanzen selbst. Die oben skizzierten Prozesse der Evolution in Populationen sind Gegenstand der Mikroevolutionsforschung. Für Aussagen hinsichtlich mikroevolutionärer Prozesse werden Individuen unterschiedlicher Populationen genetisch, zytologisch, anatomisch und morphologisch untersucht.

 Aktuelle Forschungsfelder und laufende Projekte

  • Evolution und Systematik des Frullania tamarisci- und Frullania dilatata-Artkomplexes in Europa und Nordamerika
  • Kryptische Arten in Frullania asagrayana
  • Evolution und Systematik des Polyploidkomplexes um Festuca valesiaca (Poaceae), insbesondere der oktoploiden und dekaploiden Sippen in den Zentral-Alpen
  • Evolution und Systematik der oktoploiden Festuca laevigata (Poaceae) und nahe verwandter Arten in den Alpen
  • Biogeographie und genetische Differenzierung im Minuartia verna-Komplex und bei Alyssum montanum
  • Herkunft und Evolution der Ackerunkräuter: Ökotypenbildung bei Galium aparine und Lapsana communis
  • Reproduktionsstrategien und Diversität von Pflanzenarten
      • -Dimorphes Reproduktionssystem von Armeria maritima s. l.
      • -Evolution und Reproduktion in der Gattung Cyclamen
  • Evolution des Prunus spinosa-Prunus insititia-Komplexes

 Abgeschlossene Projekte

  • Reproduktionsbiologie ausgewählter Arten der Gattung Viola
  • Hybridisierung von Nymphaea alba und Nymphaea candida

 

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