Paläobotanische Sammlung
am Institut für Spezielle Botanik der FSU Jena

Die Schweitzer-Sammlung ist gegenwärtig an das Reichsmuseum in Stockholm ausgeliehen

 
   

Die paläobotanische Sammlung des Instituts für Spezielle Botanik wurde 1997 durch die Schenkung einer umfangreichen Privatsammlung von Herrn Prof. Dr. Hans Joachim Schweitzer aus Bonn wesentlich erweitert.
Sie ist zusammen mit dem Herbarium Haussknecht und dem Botanischen Garten ein wichtiger Bestandteil für die Etablierung sowie den Ausbau der Systematischen Botanik und der Evolutionsforschung an der Universität Jena, wobei die Paläobotanik in die phylogenetische Forschung einbezogen werden soll.  

Die hauptsächlich in der ersten Hälfte des Ginkgo 44 KB 20. Jahrhunderts zusammengetragenen Stücke der ursprünglichen Institutssammlung (ca. 2000 Fundstücke) stammen vorwiegend aus dem Rotliegenden des Thüringer Waldes (Manebach, Friedrichroda) sowie aus karbonischen Schichten der Gegend um Chemnitz, aus dem Keuper bei Bedheim und aus dem Zechstein des mitteldeutschen Gebietes. Dieser Teil der Sammlung ist derzeit leider nicht zugänglich, da er nach seiner Auslagerung in den 70er Jahren nach Dresden und seiner Rückgabe im Jahre 1997 noch nicht katalogisiert und eingearbeitet werden konnte.
Stromatolith 46 KB Mit der weit über 500 Stücke zählenden Sammlung von Prof. Schweitzer ist das Institut für Spezielle Botanik nun im Besitz von sehr wertvollen Fossilien von Spitzbergen, der Bäreninsel sowie aus Persien, Deutschland und verschiedenen anderen Regionen. Schwerpunkte liegen hier im Bereich des Devon (Rheinisches Unterdevon, Unter-/Mitteldevon von Spitzbergen, Oberdevon Bäreninsel), des Zechstein (Rheinland) sowie der rhäto-liassischen Schichten des Iran und Afghanistans.

Darüber hinaus sind viele einzelne Stücke von besonderer Bedeutung. So z.B. der vollständige Generationswechsel von Zosterophyllum rhenanum, einer den Psilophytales nahestehenden Art aus dem Unterdevon, Palissya oleschinskii, eine von Prof. Schweitzer nunmehr als männlicher Koniferenzapfen beschriebene liassische Art oder Irania hermaphroditica , die vermutlich eine der ersten existierenden Zwitterblüten in der Evolution der Pflanzen repräsentiert.  

Anfragen an:   Stefan Arndt, Inst. für Spezielle Botanik


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   Generationswechsel von Zosterophyllum