Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800
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C11: Monumente des Autors – Lebensgeschichte und Werkedition
C11
Monumente des Autors – Lebensgeschichte und Werkedition
Projektbeschreibung
Nach den Studien zu Monumentalisierungsstrategien in den autobiographischen Texten Goethes und in den Werkeditionen Goethes, Schillers und Wielands soll nun von deren Ausrichtung auf die Nachwelt auf ihre konzeptuellen Voraussetzungen (Studie 1: Künstlerische Produktivität: Vom Genie zum Meister) und ihr zeitgenössisches kollektives Umfeld (Studie 2: Mitarbeiter am Monument Goethe) übergeblendet werden. Die Studien verfolgen die These, dass ein wesentlicher Baustein für die Monumentalisierung zum klassischen Nationalautor ein neues Modell des literarischen Autors ist, das durch die spezifische Eigenart künstlerischer Produktivität begründet wird. Für ihr Konzept poetischer Produktivität beziehen sich Goethe und Schiller dabei nicht nur auf literarische und ästhetische Traditionen (beispielsweise unterschiedliche Konzepte des Dichters: poeta vates, poeta doctus, Originalgenie), die bereits in der Aufklärung vielfach diskutiert und neu konfiguriert wurden. Darüber hinaus fließen an entscheidender Stelle nun auch Überlegungen aus Goethes naturwissenschaftlichen Forschungen (Produktivität der Natur) und Schillers philosophischen Überlegungen (geistige Selbsttätigkeit) ein. Goethe und Schiller erweitern damit das aufklärerische, primär anthropologisch und wirkungsästhetisch begründete Konzept des Autors und überführen es in die klassische, spiegelbildlich gedachte Produktions- und Rezeptionsästhetik. Der damit verbundene Prozess der Autonomieerklärung der Kunst kann insofern auch als fortgesetzte Aufklärung des Dichters über sich selbst und die Gesetze seines eigenen Tuns verstanden werden: Die Autonomie der Kunst beruht so gesehen nicht auf einem willkürlichen Akt der Selbstermächtigung des Künstlers (des Genies), sondern hat ihren Grund in den natürlichen und philosophischen Voraussetzungen künstlerischer Produktivität schlechthin. weiter >>
Projektleitung
Dr. phil. habil. Jochen Golz
Stiftung Weimarer Klassik
Goethe- und Schiller-Archiv
Hans Wahl Straße 4
99423 Weimar
Tel.: (03643) 545-240
Fax: (03643) 545-241
PD Dr. Jutta Heinz
Institut für Germanistische Literaturwissenschaft
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 18
07743 Jena
Tel.: (03641) 9-44211
Fax: (03641) 9-44219
E-Mail
Wissenschaftliche Mitarbeiter
Dr. Cornelia Ilbrig
SFB 482 – Humboldtstr. 34
07743 Jena
Tel.: (03641) 9-44055
Fax: (03641) 9-44052
E-Mail
Matthias Löwe
SFB 482 – Humboldtstr. 34
07743 Jena
Tel.: (03641) 9-44055
Fax: (03641) 9-44052
E-Mail
Stefan Blechschmidt
(bis Aug. 2009)



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