 |
 | Einen Maulwurf bekommt man nur selten zu Gesicht, lediglich die
Erdauswürfe auf Wiesen und Rasenflächen verraten seine Anwesenheit. Er legt ein
unterirdisches Gangsystem mit einem Wohnkessel und Vorratskammern an. Beim Bau wird die
beiseite geschaffte Erde mit dem Kof über die Erdoberfläche gedrückt, sodass die
Maulwurfshügel entstehen. An seine "bergmännische" Lebensweise ist der
Maulwurf hervorragend angepasst. Die Vordergliedmaßen sind kurz, die Handfläche mit den
fünf Fingergliedern ist schaufelförmig. Ein weiterer Knochen, das Sichelbein,
verbreitert die Handfläche zusätzlich. Der walzenförmige Körper und der spitz
zulaufende Kopf erleichtern die Wühlarbeit. Dabei drückt der Maulwurf mit seinen
Schaufelhänden die lockere Erde beiseite. Die Hinterbeinkrallen stemmt er in den Boden
und verhindert so ein Zurückrutschen. Die lange Rüsselnase ist durch einen harten Knobel
geschützt. Das Fell besteht aus dicht stehenden, samtig weichen Haaren, die sich gleich
gut in jede Richtung umlegen lassen. So kann sich der Maulwurf in seinem Gangsystem sowohl
im Vorwärts- als auch im Rückwärtsgang fortbewegen, ohne dass in seinem Fell Erde
haften bleibt.Der Maulwurf lebt in seinem Revier, dem Gangsystem, als Einzelgänger. Alle
drei bis vier Stunden macht er Jagd auf Regenwürmer und andere Beutetiere, wie z.B.
Spinnen und Insektenlarven. Pro Tag benötigt er etwa 80 bis 100g Nahrung. Das entspricht
fast seinem eigenen Körpergewicht! Würmer, die er nicht sofort frisst, werden durch
einen Biss gelähmt und in den Vorratskammern verstaut. Der Maulwurf hat einen guten
Geruchs- und Tastsinn. Auch kann er gut hören. Seine Augen allerdings braucht er für das
Leben im Boden nicht, deshalb sind sie nur etwa stecknadelgroß und liegen tief im Fell
verborgen.
|
|