| Im Magen werden die Bissen mit dem Magensaft gemischt und homogenisiert. So entsteht der Speisebrei, der nach einer kürzeren oder längeren Verweildauer in kleinen Portionen in den Dünndarm abgegeben wird. |
| Anatomie des Magens : |
| Gliederung: Kardia ( Mündungsgebiet des Ösophagus ) Fundus ( Magenkuppel, links über Kardia ) Corpus ( Magenkörper ) Antrum ( Erweiterung vor dem Magenausgang ) Pylorus ( Magenpförtner ) |
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| Die muskuläre Wand des Magens ist im Fundus- und Korpusbereich relativ dünn und nimmt pyloruswärts an Stärke zu. Die Muskulatur besteht aus drei Schichten glatter Muskulaturfasern: Aufgabe der Magenmuskulatur ist es sich an den jeweiligen Füllungszustand anzupassen und bewirkt die Durchmischung und den Weitertransport des Speisebreis. Die Durchmischung erfolgt durch peristaltische Kontraktionen, die als ringförmige Einschnürrungen im oberen Korpusbereich beginnen und im zeitlichen Abstand von etwa 20s pyloruswärts wandern. Die peristaltischen Wellen kommen in der Regel im Antrum zum Stehen. Die Magenentleerung findet portionsweise durch kräftige peristaltische Kontraktionen im Antrumbereich bei gleichzeitiger Öffnung des Pylorus statt. Hat eine Portion den Magen verlassen erfolgt eine sofortige Schliessung des Pylorus. Die Motilität und die Entleerung werden von dem Nervus vagus sowie von gastrointestinalen Hormonen gesteuert. Aber auch schon der Dehnungsreiz der Magenwand nach dem Essen löst die peristaltische Kontraktion aus. |
Aufbau der Magenschleimhaut: Sie besteht aus einem einreihigen Zylinderepithel. Im pylorusnahen Abschnitt und im Kardiabereich wird von dem Magenepithel nur Schleim gebildet, während im Korpus- und Fundusbereich tiefe Epitheleinsenkungen vorkommen. In diesen Einsenkungen kommen drei Zellarten vor: |
Nebenzellen: Besitzen den Charakter von Oberflächenzellen und finden sich am Drüsenhals. Sie liefern das Mucin, einen zähen Schleim zum Schutz vor Selbstverdauung. Belegzellen: Befinden sich im Mittelteil der Drüse und bilden die Salzsäure. Hauptzellen: Sezernieren die proteolytischen Enzyme des Magensaftes |
Magensaftsekretion: Der Magensaft wird in der Magenschleimhaut von Drüsen gebildet. Die Magendrüsen bilden täglich 2-3 Liter Magensaft, der neben Verdauungsenzymen, Kationen (Na+, K+, Mg2+), Anionen (HPO42-, SO42-), Schleim und dem lebensnotwendigen Intrinsic- Faktorim wesentlichen eine nahezu blutisotone HCl- Lösung enthält. Die Magensaftproduktion ist hormonell gesteuert. |
Pepsinbildung: In den Hauptzellen der Magendrüsen wird Pepsinogen gebildet. Das ist die inaktive Form des Pepsins. Aktiviert wird sie durch die Abspaltung von Inhibitoren, wobei verschiedene aktive Proteasen entstehen. Diese Reaktion wird durch die Salzsäure des Magensaftes eingeleitet und autokatalytisch fortgesetzt. Funktion des Magens: Nahrungszerkleinerung und - aufspaltung Desinfektion ( pH 1, durch HCL ) Eiweissverdauung Blutbildende Prozesse |
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