Die Pädagogen

 

Ernst Abbe ((1840-1905)

Ernst Karl Abbe ist am 23. Januar 1840 in Eisenach geboren. Zusammen mit Carl Zeiss und Otto Schott hat er die Grundlagen der modernen Optik geschaffen und entwickelte zugleich viele optische Instrumente.

Ernst Abbe ist als Sohn eines Spinnereiarbeiters geboren und stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Ein Stipendium der Universität Göttingen ermöglichte ihm 1859 in Göttingen und später in Jena Mathematik, Physik, Philosophie, Politik und Soziologie zu studieren. Im Sommer 1863 habilitierte er in Jena. 1866 beschäftigte er sich mit der Berechnung und Herstellung von Apochromaten. Ein Jahr später entwickelte er Spektrometer, Komparator und Kondensor. 1870 wurde Abbe zum außerordentlichen Professor und im Jahr 1878 wurde er Direktor der Sternwarte Jena. Ernst Abbe heirate 1871 Else Snell, die Tochter seines Lehrers.

Für Carl Zeiss führte er Forschungsarbeiten durch und trat in die Firma ein. In dieser Zeit entstand die optimierte Anpassung der Brillengläser an die Augenfehler sowie die Einführung der Dioptrien-Zahl. Außerdem beseitigte Abbe das Problem der Farbverzerrung bei den Linsen von Mikroskop-Objektiven.

1884 gründete Abbe gemeinsam mit Otto Schott und Zeiss die Glaswerke "Schott und Genossen" in Jena. Nachdem Carl Zeiss gestorben war, übernahm er 1889 die alleinige Führung des Werks. 1891 bewirkte er das Hervorbringen der Carl-Zeiss-Stiftung, der er sein gesamtes Vermögen überschrieb.

Als Direktor der Zeiss-Werke setzte er seine sozialpolitischen Vorstellungen in die Wirklichkeit um, so führte er zur Jahrhundertwende den Acht-Stunden-Tag, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlten Urlaub, eine Firmenpension und das Recht auf einen Betriebsrat ein. Auf sein Wirken hin, wurden Sozialwerke für die Mitarbeiter und eine Gewinnbeteiligung für alle Beschäftigten gegründet.

Am 14.Januar 1905 verstarb Ernst Abbe in Jena.

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