Die Pädagogen

 

Karl Brauckmann (1862-1938)

Karl Brauckmann wurde am 30. November 1862 in Hengsen geboren. Er hat sich als Sonderpädagoge  für die Ausbildung und Rehabilitation von behinderten Kindern eingesetzt.

Seine Schulzeit absolvierte er in Opherdicke und Holzwickede. In Soest wurde Brauckmann zum Lehrer ausgebildet und arbeitete anschließend acht Jahre mit taubstummen Schülern. Sein Ziel war es, eigene Schulen für Kinder einzurichten, die einer besonderen Förderung bedurften.

Danach führte ihn sein Weg nach Jena, wo Brauckmann studierte und anschließend Hochschullehrer wurde. 1894 gründete er in Jena die erste Sonderschule für taubstumme oder schwerhörige Kinder am Fuchsturmweg Nr.13 nahe seiner ersten Wohnung in Jena.      

Später sollte dann eine im Bauhausstil zu errichtende Villa oberhalb seiner Wohnung und unterhalb der Schule entstehen. Die Privatvilla wurde 1934 in der noch heute bestehenden Architektur gebaut. Nach dem Tod von Karl Brauckmann am 28. März 1938 in Jena diente sie als Erziehungsheim für Diplomatenkinder.                                                                          

Die erste Wohnung von Karl Brauckmann steht heute noch und das Haus fällt durch seine künstlerische Gestaltung einer  Fassade in der futuristischen Art von Walter Dexel dem Betrachter sofort ins Auge.

In Jena war Karl Brauckmann von 1903 bis 1909 im Gemeinderat seiner Heimatgemeinde Wenigenjena tätig. Von 1912 bis 1913 war er sogar der Vorsitzende des Jenaer Gemeinderates.

In seiner Heimatgemeinde Holzwickede wurden eine Straße und eine Sonderschule für geistigbehinderte Kinder nach ihm benannt.
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