Die Pädagogen

 

Wilhelm Flitner (1889-1990)

Wilhelm Flitner studierte ab 1909 in Jena unter anderem auch bei Herman Nohl.

In Jena wurde Flitner 1912 bei Wilhelm Rein mit einer Arbeit über August Ludwig Hülsen und die 'freien Männer' promoviert.

Von 1914 bis 1918 nahm Flitner am Ersten Weltkrieg teil. Danach unterrichtete er als Lehrer an Gymnasien und war 1919 maßgeblich an der Gründung der Volkshochschule Jena beteiligt, die er bis 1925 leitete. Sein Nachfolger war Adolf Reichwein. 1922 habilitierte er sich in Jena mit einer Arbeit zu den Grundlagen der Didaktik. 1926 wurde Wilhelm Flitner als außerordentlicher Professor für Philosophie und Pädagogik an die Pädagogische Akademie Kiel berufen und von dort als ordentlicher Professor 1929 an die Universität Hamburg, wo er das Seminar für Erziehungswissenschaft leitete sowie das Pädagogische Institut, das für die Lehrerbildung zuständig war (bis 1933).

In der Weimarer Republik gab Flitner ab 1925 gemeinsam mit Aloys Fischer, Theodor Litt, Herman Nohl und Eduard Spranger die Zeitschrift Die Erziehung heraus, deren Schriftleiter er zugleich war. 1935 legte Flitner die Schriftleitung nieder. 1955 begründete Flitner gemeinsam mit Fritz Blättner, Otto Friedrich Bollnow, Josef Dolch und Erich Weniger die Zeitschrift für Pädagogik.

1951-1961 hatte Flitner den Vorsitz des Schulausschusses der Westdeutschen Rektorenkonferenz und hatte so erheblichen Einfluss auf die Reform, die, bei Festhalten an einem Grundkanon, eine deutliche Akzentsetzung durch die Schüler selbst ermöglichen wollte.

Er starb 1990 bei Tübingen.

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