Die Pädagogen

 

Johann Friedrich Herbart (1776 – 1841)

„langweilig zu sein, ist die größte Sünde des Unterrichts“

Der dt. Pädagoge und Philosoph Johann Friedrich Herbart war einer der Begründer der modernen Pädagogik als Wissenschaft. Er studierte 1894 -1897 in Jena bei Johann Gottlieb Fichte vor allem die Philosophie und später in Göttingen, wo er sich 1802 unmittelbar nach seiner Promotion habilitierte.

Herbart war ein Pionier in der Entwicklung auf einer in der Psychologie basierenden systematischen Theorie zum Lernen und Lehren.

Laut seiner Apperzeptionstheorie werden neue Gedanken, wenn sie dem Schüler gründlich unterbreitet werden, mit den bereits existierenden Gedanken verknüpft und bilden ein System von verbundenen Ideen, die so genannte apperzeptive Masse.

Herbart sah die grundsätzliche Aufgabe des Lehrers also darin, die schon bestehenden Interessen des Schülers herauszufinden und diese mit dem großen Wissen und der Kultur der Menschheit in Beziehung zu setzen um dem Schüler zu helfen, Teil des zivilisierten Lebens zu werden.

Er vertrat außerdem die Ansicht, das höchste Ziel der Erziehung sei eher die Entfaltung eines ethischen Charakters als die Ausbildung von Wissen.

Ausgehend vom Begriff der Bildsamkeit des Menschen versuchte er Erziehung und Unterricht theoretisch zu untermauern und begründete so die Richtung der Herbartianismus, die im 19. Jahrhundert die wissenschaftliche Pädagogik beherrschte. Der spätere Herbatianismus schloss in einem System 5 formale Lernstufen ein: Vorbereitung, Präsentation, Umgang, Verallgemeinerung und Anwendung.

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