Call for papers

Gottes Werk und Adams Beitrag: Formen der Interaktion zwischen Mensch und Gott im Mittelalter

14. Symposium des Mediävistenverbandes

Jena, 27. bis 31. März 2011

Die mittelalterliche Welt ist in allen ihren Lebensbereichen von mehr oder weniger expliziten Verhältnisbestimmungen des Menschen zu Gott geprägt. Das Symposium soll im Zusammenspiel der unterschiedlichen Disziplinen diese in ihrer Ausprägung unterschiedlichen Relationsebenen ausleuchten, indem die Wechselbeziehungen zwischen Gott und Mensch, Gottesbild und Menschenbild, Schöpfer und Kreatur sowie göttlicher und menschlicher Schöpfung / Schöpferkraft in ihrer gegenseitigen Bedingtheit in den Blick genommen werden.

Der Begriff der Interaktion ist dabei bewusst weit gefasst. In vielen Fällen überschneidet er sich mit der Vorstellung einer Kommunikation zwischen Mensch und Gott. Daher kommt der medialen Funktion von sprachlichen, aber auch anderen zeichenhaften Äußerungen (wie Musik und Bildender Kunst) bei der Erschließung der ganzen Bandbreite unterschiedlicher Vermittlungsweisen zwischen menschlicher und göttlicher Sphäre eine besondere Bedeutung zu.

Komplementär zu den im christlichen Mittelalter dominanten Vorstellungen ist auch das Gottes- bzw. Menschenbild nichtchristlicher Religionen – in diesem Zusammenhang vor allem des Islam und des Judentums – zu berücksichtigen.

Thematische Blöcke ergeben sich aus den folgenden Relationen:

I. mit
II. über
III. im Auftrag von
handeln / kommunizieren IV. gegen Gott oder widergöttliche(n) Kräfte(n)
V. zu Ehren von
VI. anstelle von
VII. aus
VIII. Reflexion über die genannten Relationen

Damit werden nicht nur die direkten verbalen „kommunikativen“ Formen wie Gebet oder Predigt abgedeckt, sondern auch andere (bzw. gemischte) mediale, performative und räumliche Ausformungen wie Musik, Liturgie, Drama, Votiv- und Altarbild sowie bildliche Darstellungen allgemein mit berücksichtigt. Des Weiteren öffnet sich das Thema auch hin zu einer Metaebene, wie sie in den Texten der Philosophen, Mystiker oder Theologen anzutreffen ist.

Rahmenplanung:

Dauer einer Sektion: 1½ Stunden mit drei Vorträgen (inkl. Diskussion)
Vortragsdauer: nicht länger als 20 Minuten

Wissenschaftlerteams, die selbständig Sektionen mit drei oder vier Referenten gestalten wollen, sind herzlich dazu eingeladen, Vorschläge einzureichen. Dabei ist darauf zu achten, dass Rede- und Diskussionszeit die vorgegebene Sektionsdauer von 1½ Stunden nicht überschreiten und dass – im Sinne der interdisziplinären Ausrichtung des Verbandes – bei drei Referenten mindestens zwei, bei vier Referenten mindestens drei verschiedene Fächer beteiligt sind.

Die Veranstalter sind Ihnen dankbar, wenn Sie bei der Abfassung Ihres Exposés folgenden Aufbau beachten:

  • Nummer des Themenblocks (s. o. I–VIII)
  • Ihre Adresse (inkl. e-mail)
  • Exposé von maximal einer ¾ Druckseite (1½ zeilig)
  • Sektionsvorschläge laufen unter dem Namen eines Hauptverantwortlichen, der als Kontaktperson zwischen den Veranstaltern und seinem Team fungiert. Die Exposés der beteiligten Referenten folgen dem Aufbau 1–3 und sind durch Seitenumbruch voneinander getrennt. Die Veranstalter bitten darum, die zu Sektionen gehörigen Exposés nicht auch einzeln einzureichen. Im Falle des Nichtzustandekommens einer vorgeschlagenen Sektion werden die Einzelbeiträge nach Rücksprache mit den Referenten ggf. anderen Sektionen zugeordnet. Es wäre schön, wenn in den Teams jeweils sowohl Arrivierte als auch Nachwuchswissenschaftler zu Wort kommen könnten.

Deadline für Exposés: 28. Februar 2010.

Call for papers als PDF-Datei

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Thomas Honegger
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Friedrich-Schiller-Universität
D – 07743 Jena
E-mail: jena2011@uni-jena.de
Homepage: http://www.uni-jena.de/fsu/anglistik/mediaevistensymposium2011/

© 2009 IAA