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„Wenn wir wollen, dass alles bleibt wie es ist, dann ist nötig, dass alles sich verändert, beschreibt Guiseppe Tomasi di Lampedusa in seinem Roman „Der Leopard“ etwas, was uns alle betrifft. Doch Veränderungen sind gerade auch für eine Universität notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie verlangen aber vom Einzelnen wie vom Gesamten immer wieder große Anstrengungen - das ist allen bewusst. Doch nur der Wandel bringt den Fortschritt, der eine Spitzenposition ermöglicht.
Wandel ist aber nicht nur ständiger Begleiter in Forschung und Lehre, sondern auch im universitären Alltag. Hier verläuft die Veränderung gleichfalls nicht ohne gelegentliche Reibereien. Doch sollte man deshalb darauf verzichten? Zwei aktuelle Beispiele: Das Klinikum hat mit dem Bezug des Neubaus neben modernen Gebäuden auch in Teilen fortschrittliche Organisationsstrukturen erhalten. So hat z. B. nicht mehr jede Klinik ihre eigenen Operationssäle, sondern alle müssen auf den Pool neuer Säle zugreifen. Natürlich war dies zunächst ungewohnt, doch inzwischen nutzt man das neue System nicht nur, sondern lernt es zunehmend zu schätzen. Großen Anteil hat die neue OP-Managerin, die als erfahrene Praktikerin alle chirurgischen Bedürfnisse kennt und plant. Damit ist eine optimale Versorgung der Patienten und Auslastung der Säle erreicht, wodurch das Klinikum Mittel einsparen kann.
Zeitsparend und effizient soll auch das neue elektronische Einschreibesystem LSF sein, das in Zukunft Lehre, Studium und Forschung datentechnisch an der gesamten Universität verwalten soll. In diesem Semester ist es in einigen Fachgebieten testweise zur Einschreibung eingesetzt worden. Die Simulationen hatte das System problemlos überstanden, ging aber bei der Premiere in die Knie und ließ sich trotz nächtelangem Einsatz der „Techniker“ nicht kurzfristig in Schwung bringen. Bei den Studenten, die deutlich mehr Zeit als geplant für die Kursbelegung aufwenden mussten, entschuldigen wir uns und versprechen, dass die erkannten Fehler bis zum nächsten Semester behoben sind. Doch ohne moderne Technik wären lange Wartezeiten bei der Einschreibung unumgänglich - unnötiger Zeitaufwand für Studierende und Lehrende. Die neue Technik soll hier mehr Effizienz schaffen, um bei steigenden Studentenzahlen und sinkenden Personalmitteln gute Wissenschaft zu ermöglichen. Doch Fortschritt bringt Veränderungen, bringt Reibungen mit sich - wir arbeiten daran, dass diese im nächsten Semester deutlich geringer ausfallen.
Axel Burchardt |
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