Schlaglichter
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Medien, Partner

Dies ist kein Uni-Journal. Auch kein Forschungsmagazin. Es hat von beidem etwas, ist aber etwas Drittes. Die „Schlaglichter“ beleuchten ein Vierteljahr Lehre, Forschung, Leben an unserer Universität so wie ein Kaleidoskop – eine Momentaufnahme also aus mobilen Mosaiksteinchen, deren Beständigkeit nur im Wandel liegt. Aus unerwartetem Anlass geboren, überbrückt dieses Heft eine Vakanz und bietet Futter für die schier unstillbare Neugierde, die eine aufmerksame und interessierte Öffentlichkeit der modernen, altehrwürdigen Alma Mater Jenensis entgegenbringt.
Die Öffentlichkeit verstehen wir als Partner. Es geht um mehr als bloß um „Marketing“, nämlich um die aufrichtige, unverblümte Information der Bürger, die, qua Steuergroschen, mittelbar die eigentlichen Auftraggeber nahezu aller universitärer Aktivitäten sind. Das Bewusstsein, dass Forschung und Lehre letztlich den Wohlstand unserer Wissen(schaft)sgesellschaft nährt, wächst stetig, selbst wenn – oder gerade weil – diffizile wissenschaftsethische Fragen wie Pränataldiagnostik und therapeutisches Klonen so leidenschaftlich diskutiert werden.
Solche Debatten zu begleiten und auf einer sachlichen, vernunftgeleiteten Ebene zu halten, ist die natürliche Aufgabe von Wissenschaftlern – und das nicht bloß in eigener Sache. Denn sie stehen nicht außerhalb, sondern an vornehmer Stelle im Pro und Contra von gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozessen. In den Medien finden sie darin Partner, mit denen sie vieles verbindet: die Recherche, die Analyse, das ethische Fundament der Wahrheitsliebe. Auch wenn Forscher dabei vielleicht eher wie Langstreckenläufer und Tagesjournalisten wie Sprinter agieren: Eigentlich sind sie Verbündete im großen Netzwerk des Wissens.
Medienkompetente Wissenschaftler verstehen es, mit den Mechanismen der Öffentlichkeit umzugehen. Sie formulieren nachvollziehbar und pointiert und beantworten selbst scheinbar naive Fragen, die aber dem „Mann auf der Straße“ auf der Seele brennen. Wer sich – geduldig, adressatengerecht und ergo sparsam im Fremdwörtergebrauch – auf diese „kommunikative Interaktion“ einlässt, trägt nur Gewinn davon. Freude und Anregung, Ansehen und Sympathie machen die Mühe allemal wett.
Als Moderator und Anstifter, als Kontaktanbahner und Übersetzer habe ich zu diesem beiderseitigen Bemühen ein wenig beitragen dürfen, bis zu diesem Heft. Allen die mich dabei unterstützt haben, danke ich sehr herzlich.


Wolfgang Hirsch

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