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Absolventen völlig ohne Job-Nöte

Aufbaustudiengang Wirtschaftsrecht mit großer Nachfrage

Ein Jahr nach dem offiziellen Start des neuen Aufbaustudiengangs „Privates und Öffentliches Wirtschaftsrecht“ an der Friedrich-Schiller-Universität gab es im Juli die ersten Absolventen. Drei der insgesamt neun erfolgreichen Kandidaten, die sich nun mit dem Titel „legum magister oeconomicis (LL.M.)“ schmücken dürfen, bestanden die Prüfungen mit Auszeichnung („summa cum laude“).
Auch nach den abgeschlossenen Staatsexamina lohnt es sich für Juristen durchaus, noch einmal die „Schulbank zu drücken“, um sich weiter zu qualifizieren.
Der Bedarf an zugleich wissenschaftlich fundiert als auch praxisnah ausgebildeten Wirtschaftsjuristen ist erheblich. „Unsere Absolventen müssen sich überhaupt keine Sorgen machen, einen lukrativen Arbeitsplatz zu finden“, berichtet Prof. Dr. Walter Bayer, der Vorsitzende des Studien- und Prüfungsausschusses. Das bestätigen auch seine Praxispartner in Wirtschaftsunternehmen und Anwaltskanzleien. Für so manchen studierten Juristen lohnt es sich daher, noch einmal für ein Jahr in Jena „die Schulbank zu drücken“.
Nur exzellente Bewerber
Dass sich naturgemäß auch der neue Studiengang einer großen Nachfrage erfreut, verhehlt Prof. Walter Bayer nicht. „Derzeit sind 44 Studenten eingeschrieben“, berichtet er. „Damit stoßen wir aber noch nicht an unsere Kapazitätsgrenzen.“ Aufgenommen werden allerdings nur Bewerber mit überdurchschnittlichen Qualifikationen. In Frage kommen Juristen aus ganz Deutschland mit einem vorzüglichen Staatsexamen, aber auch hervorragende Jenaer Jura-Studenten nach Abschluss ihres Grundstudiums, die dann den wirtschaftsrechtlichen Aufbaustudiengang parallel zu ihrem grundständigen Rechtsstudium betreiben dürfen.
Die drei besten Absolventen dieses Jahrgangs, Andrea Lang, Marc Schütt und Dirk Hentze, erhielten einen vom Thüringer Arbeitskreis für Unternehmens- und Insolvenzrecht dotierten Geldpreis. wh

 

Lehre in der Psychologie begutachtet

Neuerliche Evaluationsrunde im Mitteldeutschen Universitätsbund

Nach Sport- und Wirtschaftswissenschaftlern stellten sich die Psychologen der Universitäten Jena, Halle und Leipzig einer Evaluation der Lehre. Dabei analysierte eine Gruppe auswärtiger Gutachter das Lehrangebot, seine Struktur und praktische Umsetzung an den drei Hochschulen, um somit die Qualität des Studiums zu bewerten und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Professoren. „Es geht nicht um eine Rangliste der besten Psychologen“, stellt Prorektor Prof. Dr. Reinhard Haupt klar, der in Jena die Evaluationsbestrebungen koordiniert, „sondern wir wollen vor allem organisatorische Schwachpunkte aufdecken und beheben.“
Die gesetzlich vorgeschriebene Lehrevaluation unternehmen die drei Hochschulen im Mitteldeutschen Universitätsbund von Beginn an gemeinsam. „Das ist nicht nur für die Gutachter ganz praktisch, weil sie für drei Unis nur einmal anreisen müssen“, erklärt Haupt, „sondern wir lernen auch aus dem unmittelbaren Vergleich.“ Während die Evaluation andernorts nur langsam vorankommt, haben Jena, Halle und Leipzig selbst die Initiative ergriffen und unterziehen sich der externen Begutachtung mit großer Offenheit. „Wir wollen wissen, wo wir stehen, jetzt, zehn Jahre nach der Umstrukturierung“, erklärt Haupt, „und wir stellen fest, dass wir uns nicht verstecken müssen.“
So brachte die aktuelle Evaluationsrunde wichtige Erkenntnisse zum Beispiel für die Diskussion um eine Veränderung der Hochschulstrukturen in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Ein massiver Stellenabbau sei nicht verantwortbar, so ein Ergebnis, bereits jetzt leide das Psychologie-Studium spürbar unter den sich stetig verschlechternden Lehrbedingungen.
Dennoch stellten die unabhängigen Gutachter besonders positiv das hohe Engagement der Wissenschaftler in der Lehre fest. In diesem Wintersemester wird die Kommission ihren Bericht vorlegen und sich mit den evaluierten Instituten und den Universitätsleitungen zur Abschlussdiskussion in einer so genannten „Auswertenden Konferenz“ treffen, um Verbesserungsvorschläge mit Hilfe von Zielvereinbarungen in die Wege zu leiten. wh