DFG-Stipendium für Dr. Aicke Hinrichs

Der Jenaer Mathematiker Dr. Aicke Hinrichs wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in das Emmy-Noether-Programm aufgenommen. Diese junge Form der Förderung hat das Ziel, herausragenden Nachwuchswissenschaftlern eine schnelle Qualifikation zum Hochschullehrer zu ermöglichen. Das Programm gliedert sich in zwei Phasen. In den beiden ersten Jahren soll ein Auslandsaufenthalt durchgeführt werden. Dr. Hinrichs ist deshalb seit kurzem Gast am Mathematischen Institut der Texas A & M University in College Station, einem internationalen Zentrum der Banachraum-Theorie. Die folgenden drei Jahre dienen eigenverantwortlicher Forschungstätigkeit im Inland, verbunden mit dem Aufbau und der Leitung einer eigenen Nachwuchsgruppe. Zu diesem Zweck wird von der DFG zusätzlich wenigstens eine Stelle für einen Doktoranden finanziert. AB

 

Neuer Vorsitzender

Die Deutsche Gesellschaft für Politikwissenschaft hat während ihrer Jahrestagung am 26./27. November in Erfurt den Jenaer Prof. Dr. Karl Schmitt (55, Foto) zum neuen Vorsitzenden gewählt. Dem Vorstand gehören außerdem die Professoren Klaus Dicke, ebenfalls aus Jena, als scheidender Vorsitzender sowie Lothar Albertin (Mannheim), Eberhard Sandschneider (Berlin) und Hans Vorländer (Dresden) an. Karl Schmitt genießt insbesondere als Parteienforscher hohes Ansehen. An der Uni Jena hat er seit 1992 den Lehrstuhl für Deutsche Regierungssysteme im Europäischen Vergleich inne. Außerdem war er Mitbegründer des Hellmuth-Loening-Zentrums für Staatswissenschaften.

 

Silicon Valley in Jena?

Erfolg beim Businessplan-Wettbewerb

Die drei ersten Preisträger des Thüringer Businessplan-Wettbewerbs 1999 kommen aus Jena und werden durch Wirtschaftswissenschaftler der FSU betreut. Bei der Prämierung, die am 13. Dezember in Ilmenau stattfand, wurden besonders innovative und umsichtige Jungunternehmer ausgezeichnet, die sich mit ihrem Betrieb bereits in der Gründungsphase oder in deren Vorbereitung befinden. Die Wettbewerbssieger heißen Grintech (1. Platz) und unique-m.o.d.e. (2.), beide vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik, sowie Jenos – Jena Optik Software (3.) aus dem FSU-Institut für Informatik.

Die drei ersten Sieger erhielten Geldpreise zwischen 5 000 und 3 000 Mark. Der Grintech-Gruppe wird überdies die Reise in ein Entrepreneurship-Center einer US-amerikanischen Universität finanziert. Für die Plätze 4 bis 10 gab es immerhin noch 1 000 Mark, worüber sich auch die Gründungsfirma JenLab (6. Platz) aus dem Institut für Anatomie II freuen konnte. Besonders stolz auf den Erfolg ist aber der BWL-Professor Kurt-Dieter Koschmieder, der gemeinsam mit seinen Kollegen Prof. Dr. Reinhard Haupt, Prof. Dr. Dodo zu Knyphausen-Aufseß (inzwischen Uni Bamberg) und dem Biophysiker Prof. Dr. Stephan Diekmann die Coaching-Teams für die Jenaer Jungunternehmer organisierte.

"Eine gute Produktidee allein reicht nicht aus", erläutert Koschmieder, "das A und O für einen erfolgreichen Start und das weitere Überleben eines neuen Betriebes bildet der ausgefeilte Gründungsplan." Darin werden die gesamte Organisationsstruktur, Finanzierung, Marketing, Personal- und Produktionsplanung für das Unternehmen ausgearbeitet. "Gerade junge Ingenieure und Naturwissenschaftler entwickeln zwar oft brillante Ideen in Hightech-Segmenten, tun sich dann aber mit der betriebswirtschaftlichen Umsetzung schwer", erklärt Koschmieder. "Ohne einen Businessplan gibt es zum Beispiel kein Geld von den Banken." Bereits vor einigen Jahren hatte deshalb eine Jenaer Initiative Beratungsstrukturen entwickelt, um hoffnungsvollen Jungunternehmern aus den Startlöchern zu helfen.

Das Programm, das inzwischen in die GET-UP-Existenzgründer-Initiative integriert wurde, umfasst die Betreuung durch Jenaer Coaching-Teams, die Diskussion der Businesspläne mit renommierten Unternehmensberatern und ein Informationsnetzwerk mit bereits erfolgreichen Firmeninhabern. "Dieses System haben wir dem amerikanischen Silicon Valley abgeschaut", gesteht Koschmieder. Was unter der Sonne Kaliforniens funktioniert, scheint nun auch in der Saalestadt Erfolg zu haben. "Derzeit werden 25 Projekte von dem Jenaer GET-UP-Büro unter Leitung von Dr. Merle Fuchs betreut. Davon können wir neun junge Betriebe als gegründet ansehen", zieht Koschmieder Bilanz. wh

 

Australische Ehrenmedaille

für Geographie-Prof. Wolfgang-Albert Flügel

Der Jenaer Geograph Prof. Dr. Wolfgang-Albert Flügel (50) erhielt die Medaille für "Natürliche Systeme" der "Modelling and Simulation Society of Australia and New Zealand". Die Auszeichnung, die alle zwei Jahre von der australischen wissenschaftlichen Gesellschaft verliehen wird, ist nicht mit einem Geldpreis verbunden, sondern stellt eine Anerkennung von Flügels wissenschaftlicher Arbeit dar. "Ich freue mich sehr über diese Medaille", kommentiert Prof. Flügel, "denn sie zeigt, dass meine Forschungen der letzten 25 Jahre weltweit begutachtet und – wie diese Auszeichnung erneut beweist – auch anerkannt werden."

Der Lehrstuhlinhaber für Geoinformatik, Geohydrologie und Modellierung an der Friedrich-Schiller-Universität ist Experte auf dem Gebiet der regionalen hydrologischen Modellierung von Flusseinzugsgebieten. Verbunden mit der Erforschung hydrologischer Prozesse und der integrierten Systemanalyse entwickelt Prof. Flügel Modelle, die das Verhalten von Fließgewässern simulieren. Erfahrungen auf diesem Gebiet sammelte er in der Arktis und der Antarktis, in Europa und Afrika.

Seit 1993 ist Prof. Flügel außerdem an prominenter Position an der Vorbereitung und Durchführung von Tagungen der australischen Gesellschaft beteiligt. Darüber hinaus entscheidet er als auswärtiger Gutachter mit über die Publikationen der Gesellschaft. Die Auszeichnung, die erst zum dritten Mal vergeben wird, erhielt Prof. Flügel Anfang Dezember während einer Tagung der Gesellschaft in Hamilton, Neuseeland. AB

 

Kürsten leitet Arbeitsgruppe

in der Gesellschaft für Operations Research

Foto: Günther

Zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe "Finanzwirtschaft und Finanzinstitutionen" und in den Beirat der Deutschen Gesellschaft für Operations Research (GOR) ist der Jenaer Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Kürsten (39, Foto) gewählt worden. Unter seiner Leitung will sich die GOR-Arbeitsgruppe künftig stärker mit theoretischen und praktischen Aspekten der finanziellen Sphäre von Unternehmen befassen und den Fokus nicht mehr vorrangig auf institutionell bankbetriebliche Probleme richten; die jährlichen Arbeitstagungen finden künftig in Jena statt. Außerdem bleibt Kürsten Mitherausgeber der Zeitschrift "OR-Spektrum".

Grundsätzlich befasst sich die wirtschaftswissenschaftliche Disziplin des Operations Research damit, betriebswirtschaftliche Handlungsabläufe mittels quantitativer Methoden optimal zu planen, durchzuführen und zu überwachen; dazu werden mathematische Modelle und immer häufiger auch computergestützte Rechenverfahren eingesetzt. "Insbesondere die komplexen Probleme in den Finanzabteilungen der Unternehmen – z. B. Hedging und Risikomanagement – oder in Finanzinstitutionen – z. B. die Bewertung von Derivaten bei Banken – lassen sich ohne die modernen entscheidungstheoretisch fundierten Verfahren des Operations Research nicht mehr lösen", erklärt Kürsten. Der gebürtige Erfurter hat seit 1997 den Lehrstuhl für Allgemeine BWL mit dem Schwerpunkt Finanzierung und Banken inne und gilt als ausgewiesener Experte im Bankwesen und der Unternehmensfinanzierung; im vorletzten Jahr lehnte er einen Ruf auf das Bankenordinariat an der Universität Zürich ab. wh

 

Der Wald im Reagenzglas

Mehr als 1 000 Gäste kamen zum "Tag der Forschung", den in diesem Semester die Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät ausrichtete. Der hohe Anteil Jugendlicher darunter – ein Signal für den Aufwind dieser Disziplinen – erfreute nicht nur Dekan Prof. Dr. Christian Robl. Viele spannende Beispiele aus dem Alltag hatten die Forscher präpariert.

wh/Foto: Kasper


 

Über Fichtes Wissenschaftslehre

Ein zweijähriges Projekt zur Wissenschaftslehre Johann Gottlieb Fichtes hat die DFG an die Universität Jena vergeben. Konkret wird sich Ulrich Schlösser, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theoretische Philosophie, mit einigen der recht unterschiedlichen Fassungen dieser zentralen, aber sehr schwierigen Theorie befassen und einen argumentativen Zugang suchen. Kernfrage ist, ob die Grundlagen unseres Wissens selbst innerhalb dieses Wissens wieder verstanden werden können und wie Fichtes Wissenschaftslehre – im Sinne einer Erkenntniskritik und eines philosophischen Grundlagenprogramms – auf diese Fragestellung zu beziehen ist.

Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), der als einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Idealismus gilt, war von 1794-99 Philosophie-Professor an der Universität Jena. Allerdings hatte Fichte, als er 1801 und 1804 seine Vorträge zur Wissenschaftslehre in Berlin hielt, Jena schon wegen seiner Position im Atheismus-Streit verlassen müssen. wh

 

Qualitätssicherung: ORBIT zertifiziert

Wer andere in punkto Qualitätssicherung unterstützen will, sollte sich selbst erst einmal unter die Lupe nehmen lassen. Dies dachte sich das Organisationsberatungsinstitut Thüringen, kurz ORBIT e. V., und machte einen zweijährigen Zertifizierungs-Prozess nach ISO 9002 durch. Die ISO 9002 ist ein weltweit anerkannter Standard, nach dem die Qualitätsmanagementsysteme von Dienstleistungsunternehmen aus allen Bereichen auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden können. Die Urkunde wurde jetzt durch die Röhrsdorfer Gesellschaft zur Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen von Dienstleistungsunternehmen (GZBB) überreicht.

ORBIT e.V. wurde im Rahmen des Aufbaustudiengangs "Pädagogische Organisationsberatung" gegründet, den das Institut für Erziehungswissenschaften 1997 erstmalig anbot. Prof. Dr. Ewald Johannes Brunner, der verantwortliche Leiter des Aufbaustudiengangs, ist stolz auf die Leistungen seiner Absolventen. ORBIT berät vorwiegend soziale Einrichtungen und Einrichtungen des Bildungsbereichs. Kunden waren u. a. das Landratsamt des Saale-Holzland-Kreises, die Berliner Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport und DaimlerChrysler. CJ

 

Deutsch-polnisches Rechtsseminar

Foto: Gebhardt

Die Zusammenarbeit mit der Jagellonen-Universität Krakau wollen die Rechtswissenschaftler der Uni Jena künftig weiter intensivieren. Bereits seit zwei Jahren stehen die Juristen beider Traditionshochschulen in Kontakt und setzen ein gemeinsames Programm in die Tat um. So fand im vergangenen Herbst erstmals in Krakau im altehrwürdigen "Collegium Maius" ein deutsch-polnisches Seminar zum Thema "Beteiligung mehrerer Personen an einer Straftat im polnischen und deutschen Strafrecht" statt. Eine Neuauflage dieses Veranstaltungstyps ist im kommenden Jahr in Jena geplant. Die Kooperation, die vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung zusätzliche Bedeutung erhält, wird derzeit im wesentlichen von den Strafrechtlern getragen. Für die nahe Zukunft wünscht sich Initiator Prof. Dr. Udo Ebert (Foto) eine Ausweitung auf weitere Rechtsgebiete. wh

 

Europa-Politik nach dem Kalten Krieg

Amerikanerin Ann Phillips weilt als Gastprofessorin in Jena

Für ein Jahr in Jena: die Fulbright-Gastprofessorin Ann Phillips. Die US-Amerikanerin arbeitet seit langem über die Politik der osteuropäischen Staaten und betreibt dazu eine intensive Feldforschung vor Ort.

Foto: Hirsch

Als Wanderin zwischen den Welten macht die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ann Phillips nun in Jena Station und übernimmt in diesem Winter- und im kommenden Sommersemester als Fulbright-Gastprofessorin eine Reihe von Lehrveranstaltungen an der Friedrich-Schiller-Universität. Forschung und Lehre – in deutscher und englischer Sprache – gehen für die Amerikanerin dabei Hand in Hand: Ihre Schwerpunktthemen sind der Systemwandel in den mittel- und osteuropäischen Staaten und deren Außenpolitik, vor allem gen Westeuropa.

Darüber lasse sich kaum aus der transatlantischen Warte forschen, meint die sympathische Wissenschaftlerin, die an der American University in Washington D.C. zu Hause ist. Zahlen und Daten, die man auch via Internet abrufen könne, seien zwar wichtig, könnten aber die ,Feldarbeit’ vor Ort nicht ersetzen. So weilte sie mehrfach in Deutschland, etwa an der Uni Rostock, bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und dem Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln, und nutzte ihre Europaaufenthalte stets auch für Ausflüge nach Polen, Ungarn oder Tschechien. Fast auf natürlichem Wege ist so ein Kontakt zum Jenaer Prof. Dr. Helmut Hubel entstanden, der sie prompt in die Saalestadt einlud. Hubel: "Frau Prof. Phillips leistet einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung von Forschung und Lehre in Jena." Der Dank des Institutsdirektors richtet sich ebenso an die Fulbright-Kommission für die Finanzierung der Gastprofessur.

Aufregend wie kaum zuvor sei die politische Situation in (Ost-)Europa, findet Ann Phillips, die sich seit langem mit den ehemaligen Ostblock-Staaten beschäftigt und bereits ihre Dissertation an der Georgetown University über "Soviet Policy towards East Germany" verfasste. Denn die Transformationsprozesse in den ehemaligen Ostblock-Staaten laufen in unterschiedlichem Tempo und teilweise auch in verschiedene Richtungen. Nicht überall kann von einer Öffnung gen Westen mit den Systemprinzipien Demokratie und Marktwirtschaft die Rede sein, und die Bedeutung alter Machtstrukturen ist immer noch groß. Welchen Einfluss die Deutschen auf diese Prozesse bei ihren östlichen Nachbarn nehmen, untersucht Prof. Phillips in ihrem neuen Buch über "Power and Influence after the Cold War".

Daneben will sie sich nun verstärkt darum kümmern, wie die große Politik bei den Menschen ankommt und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Europa-Region Neiße Deutschland/Polen/Tschechien analysieren. Dabei wird sicher die Osterweiterung der Europäischen Union eine grundsätzliche Rolle spielen, aber entscheidend ist der regionale Betrachtungswinkel. wh

 

Prof. Küppers neu in der Leopoldina

Foto: privat

Der Philosoph und Physiker Prof. Dr. Dr. Bernd-Olaf Küppers (Foto) ist gerade zum Mitglied der "Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina" gewählt worden. Die Aufnahme des Professors für Naturphilosophie erfolgte "in besonderer Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen und seiner Persönlichkeit", teilte die Akademie mit.

Die Leopoldina, eine der ältesten Akademien, beruft international ausgewiesene und über die Grenzen ihrer Fachgebiete hinaus wirkende Gelehrte. Bernd-Olaf Küppers verbindet in seinen Forschungen naturwissenschaftliche und philosophische Fragestellungen. Aus seinen Publikationen ragen vor allem die Arbeiten zur Theorie der biologischen Informationsentstehung heraus, für die er 1999 mit der Ehrendoktorwürde der Nagaoka University of Technology (Japan) ausgezeichnet wurde. "Ich freue mich über die Wahl sehr, denn in die Leopoldina aufgenommen zu werden, bedeutet für jeden Wissenschaftler eine hohe Auszeichnung", kommentiert Prof. Küppers. AB

 

Physiker ausgezeichnet

Fakultätspreise für beste Abschlussarbeiten

Am 13. Dezember sind die Fakultätspreise 1999 der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität vergeben worden. Dr. Joachim Hein erhielt den Promotionspreis und Daniel Bublitz wurde der Preis für die beste Diplomarbeit überreicht. Die beiden Auszeichnungen sind mit 3 000 Mark bzw. 2 000 Mark dotiert und wurden von der Münchner Firma Rohde & Schwarz gestiftet.

Dr. Joachim Hein vom Institut für Optik und Quantenelektronik erhielt den Preis für seine Dissertation über "Nichtlinear-optische Effekte dritter Ordnung: Bedeutung, Anwendung und Methoden zur Materialcharakterisierung". Darin hat Joachim Hein u. a. eine neue Messmethode zur Bestimmung des nichtlinearen Brechungsindexes entwickelt. Dazu werden astigmatische Strahlen verwendet und aus der Veränderung des astigmatischen Strahlprofils kann mit einem Laserpuls sowohl der Realteil als auch der Imaginärteil des nichtlinearen Brechungsindexes dritter Ordnung bestimmt werden. "Die Arbeit ist didaktisch gut aufgebaut, sprachlich exzellent und zeichnet sich auch in den mathematischen Teilen durch Transparenz und eine logisch durchdachte Darstellung aus", lobte Prof. Dr. Roland Sauerbrey die Dissertation.

"Untersuchungen an biologischem Gewebe mit kohärent-optischen Methoden" verhalfen Daniel Bublitz zum Preis für die beste Diplomarbeit 1999. Bublitz, der inzwischen am Institut für Angewandte Optik an seiner Dissertation arbeitet, hat Verfahren der optischen Tomographie, die u. a. in der Augenheilkunde eingesetzt werden, daraufhin untersucht, ob anstelle der scannenden Arbeitsweise auch eine bildgebende Methode eingesetzt werden kann. Der von Daniel Bublitz erarbeitete Auswertealgorithmus konnte die Leistungsfähigkeit der bildgebenden Tomographie an technischen Objekten nachweisen. Mögliche Anwendungen dieses Verfahrens sind beispielsweise Untersuchungen zum Aufbau von Lackschichtfolgen. Für biologische Objekte wurden Bedingungen für ein optimales Signal/Rausch-Verhältnis angegeben. "Bei der Arbeit an dem Diplomthema hat Herr Bublitz viele eigene Ideen entwickelt, sich als geschickter Experimentator erwiesen und Kooperationen zum Medizinbereich aufgebaut", unterstrich Bublitz’ Betreuer Prof. Dr. Lutz Wenke die Qualitäten der Diplomarbeit. AB