Ovids Metamorphosen in der textbegleitenden Druckgraphik.

Ikonographisches Repertorium





Ziel des Projektes ist ein ikonographisches Repertorium, das die textbegleitende Druckgraphik zu Ovids Metamorphosen vom Anfang des Buchdrucks bis zum Jahr 1800 umfaßt. Es soll nach mythologischen Motiven (in der Reihenfolge der Metamorphosen) geordnet sein und den ‘stemmatischen’ Zusammenhang zwischen den einzelnen Bildtypen erkennen lassen. Publiziert werden die jeweils frühesten Vertreter eines jeden Bildtyps; für Reproduktionen derselben wird lediglich der jeweilige Publikationsort angegeben. Das Bildmaterial soll durch Indices für mythologische Namen und Künstler erschlossen und durch eine Bibliographie der illustrierten Metamorphosen-Ausgaben ergänzt werden. Aus dieser wird durch ein Verweissystem eindeutig hervorgehen, welche Illustrationen in welcher Edition abgedruckt sind.

Ovids Metamorphosen bildeten jahrhundertelang das Grundbuch des mythologischen Wissens im Abendland. Die illustrierten Ausgaben des lateinischen Textes wie auch volkssprachlicher Adaptationen fanden ein breites Publikum. Sie dienten zu ungezählten Malen im Kunsthandwerk als treu kopierte Vorlagen, inspirierten aber auch in der Malerei und Plastik manchen Künstler zu kreativer Umsetzung der traditionellen Bildidee. Die Textillustrationen stellen somit eine wichtige Quellengattung dar. Nicht selten helfen sie bei der Identifizierung wenig bekannter Motive oder dienen als Folie bei der Interpretation freier Nachgestaltungen.

Die illustrierten Metamorphosen-Editionen sind über viele europäische Bibliotheken verstreut und als ‘Rarissima’ oft nur schwer zugänglich. Dem Forscher ist es fast unmöglich, das vorhandene Material mit vertretbarem Aufwand zu sichten. Diesem Mißstand soll das geplante Bildlexikon abhelfen.

Das Projekt wird derzeit von der Gerda Henkel Stiftung gefördert. Die verlegerische Betreuung hat der Gebr. Mann Verlag (Berlin) übernommen.

Projektleiter: Prof. Dr. Hermann Walter (Seminar für Klassische Philologie der Universität Mannheim, Schloß, 68131 Mannheim, Tel.: 0621/181-2278, Fax: 0621/181-3988) und Prof. Dr. Gerlinde Huber-Rebenich.

Mitarbeiterin: Dr. Sabine Lütkemeyer

Bildarchiv: Das archivierte Bildmaterial ist Interessenten an beiden Projektstandorten, Jena und Mannheim, nach vorheriger Vereinbarung zugänglich. Schriftliche Anfragen können jederzeit an die Projektleiter gerichtet werden.