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(Wie) können Menschen ihre eigene Entwicklung positiv gestalten?
Diese Längsschnittstudie untersuchte 523 deutsche Hochschulabsolventen aus vier Fächern mit günstigen (Medizin, Psychologie) und ungünstigen (Architektur, Geistewissenschaften) Berufsaussichten. Die Absolventen wurden online 4 Mal aller 4 Monate befragt, das erste Mal nach Studienabschluss. Erhoben wurden unter anderem Lebensziele, Arbeitsziele, Beziehungs-/Familienziele, Kontrolstrategien, Zielanpassung, berufliche Adaptation und subjektives sowie psychologisches Wohlbefinden. Die Daten werden mit Hilfe von Latent Growth Curve Modeling ausgewertet.
Die Studie ist Teil von Claudias Dissertation zu Agency and Adaptive Development during the Transition from University to Work (Komittee: Rainer K. Silbereisen, Universität Jena; Jutta Heckhausen, University of California, Irvine; Peter Noack, Universität Jena). In ihrer Arbeit stellt Claudia ein Model auf, was auf dem Handlungsphasenmodell der Entwicklungsregulation (Heckhausen, 1999) basiert: Intrinsische Motivation und motivationale Kongruenz beflügeln das Engagement für berufliche Ziele, welches wiederum berufliche Adaptation und Wohlbefinden fördert. Die Befunde zeigen, dass einige Ziele tatsächlich motivierender sind als andere: Während Lernziele (z.B. "Horizont erweitern") dauerhaftes Zielengagement motivieren - indem sie vor Frustration und Traurigkeit schützen - haben Statusziele (z.B. "hoher sozialen Status") keine solche motivierende Funktion. Wichtig ist dabei, dass diese Effekte generalisiert werden können, egal ob Absolventen günstige oder ungünstige Berufsaussichten haben. Auf einer allgemeinen Ebene zeigen die Ergebnisse, dass menschliche Entwicklung veränderbar ist: So ist Wohlbefinden zum Beispiel nicht stabil, wie in der Literatur behauptet wurde, sondern verändert sich und kann gefördert werden.
Die Dissertation wird von der Studienstiftung des deutschen Volkes finanziert. Weitere finanzielle Unterstützung kommt vom Center for Applied Developmental Science (CADS).
Veröffentlichungen:
- Haase, C. M. (2007, August). Life goals, control striving, and positive development during the transition from college to work. In J. Heckhausen (Chair), Agency in the Transition from School to Work and College. Invited symposium conducted at the annual European Conference for Developmental Psychology, Jena, Germany.
- Haase, C. M. (2004, October). Agency in the transition from university to work. Poster presented at the first conference of the Center for Applied Developmental Science, Weimar, Germany.
- ZEIT Campus (2008, Juli/August). Und was mache ich nach der Uni?
Handout
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Projektleiter
C. M. Haase und R. K. Silbereisen
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