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Fachgebiet
Kommunikationspsychologie
(Prof.
Dr. Wolfgang Frindte)
Kommunikationspsychologie
befasst sich mit der interpersonalen Kommunikation und zwischen unterschiedlich
komplexen personalen und sozialen Systemen (also z.B. dem sprachlichen
und nichtsprach-lichen Austausch in Zweierbeziehungen, in und zwischen
Gruppen und Organisationen). Ziel und Aufgabe der Kommunikationspsychologie
ist es unter Berücksichtung der Erkenntnisse anderer psychologischer
und nichtpsychologischer Disziplinen (z.B. der Sozial-, Organi-sations-,
Entwicklungs- und Pädagogischen Psychologie und der Medienwissenschaften),
die verschiedenen Formen und Prozesse medial und nichtmedial vermittelter
interperso-naler Kommunikationen zu analysieren, zu beschreiben, zu verstehen
und vorherzusagen.
Rechtsradikalismus:
kein typisch ostdeutsches
Problem |
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Gegenwärtig werden Lehrveranstaltungen
zu psychologischen Grundlagen und Theorien der Alltagskommunikation, der
medial vermittelten Kommunikation (Internet-Kommunikation) und der interkulturellen
Kommunikation, zur Werbepsychologie und zur Medienwirkung bzw. Mediennutzung
für Studierende der Psychologie und für Hörer/innen aller
Fakultäten angeboten.
Die Forschungsschwerpunkte
des Fachgebietes gruppieren sich um das Rahmenthema „Psychologische Prozesse
der Konstruktion von Wirklichkeit“ – Konzeptualisierung, Explikation und
empirische Begründung eines Ansatzes zur systemspe-zifischen sozialen
Konstruktion von Wirklichkeit.
In der theoretischen und
empirischen Umsetzung dieses – etwas abstrakt formulierten – Themas geht
es vor allem um folgende konkrete drittmittelgeförderte Vorhaben:
Kommu-nikationspsychologische Begleitforschung zum Tele-Teaching und zum
digitalen Lehren und Lernen, Sozialwissenschaftliche Evaluation von Medienkompetenzen
von Lehrern und Schülern, Psychologische Untersuchungen zum Medienwahlverhalten,
Umgang mit Fremden und Fremdheit, Biographische Hintergründe und Motivationen
fremdenfeindlicher Gewalttäter in Deutschland, Freizeitverhalten von
Jugendlichen.
Die Förderung dieser
Projekte erfolgt z.Zt. über die Volkswagenstiftung, die Europäische
Kommission, die Bund-Länder-Kommission, das Thüringer Kultusministerium,
das Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst,
das Thüringer Ministerium für Soziales und Familie und die Stadt
Jena.
In Zusammenarbeit mit Thüringer
Ministerien werden die Forschungsergebnisse aus o. g. Projekten verschiedenen
Interessengruppen über Weiterbildungen und Seminaren bekannt gemacht
und in Handlungskonzepte umgesetzt. Ebenso exis-tieren stabile Kooperationsbe-ziehungen
mit der Landeszentrale für Politische Bildung und den in Thüringen
vertretenen parteinahen Stiftungen. Enge wissenschaftliche Kontakte pflegt
das Fachgebiet mit der University of Haifa (Israel), dem Swarthmore College
und dem Ashland College (USA), der Uni-versity of Melbourne (Australien)
und der University of Cape Town (Südafrika) und dem Deutschen Jugendinstitut
in München.
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