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Prüfungskatalog

Klinische Psychologie

Fragenteil I: Depression, Schizophrenie, Sucht
Themenbereich 1: Schizophrenien und Persönlichkeitsstörungen im Spektrumsbereich der Schizophrenie
Themenbereich 2: Depressive Störungen / Manien, bzw. affektive Störungen
Themenbereich 3: Suizid
Themenbereich 4: Mißbrauch psychoaktiver Substanzen, psychologische Begründungszusammenhänge und psychische Störungen

Fragenteil II: Angststörungen und andere psychische Störungen nach Belastungen / psychischen Trauma
Themenbereich 1: Angststörungen
Themenbereich 2: Sonderformen (Zwangsstörungen, PTB, Dissoziative Störungen)

 


 

Fragenteil I: Depression, Schizophrenie, Sucht

Themenbereich 1: Schizophrenien und Persönlichkeitsstörungen im Spektrumsbereich der Schizophrenie

Symptome verschiedene Symptomgruppen/Syndromgruppen
Leitsymptome im Hinblick auf Differentialdiagnose
Symptome der Persönlichkeitsstörungen, Leitsymptome der einzelnen PSK-störungen im Spektrumsbereich der Schizophrenie
Differentialdiagnose Schizotypische PSK-störung / Schizophrenie / Depression / Soziale Phobien
Epidemiologie/Prävalenz kulturvergleichende Studien, Erkrankungsalter, Geschlecht
Ätiologie Umwelt: Rolle der psychosoz. Umwelt (Familie/soziale Lebensbedingungen/psychosozialer Streß) im Hinblick auf Entstehung und frühen Rückfall; Differenzierung von spezifischen und unspezifischen Stressoren)
Rolle von Genetik/Umwelt: Ergebnisse der Familienforschung, Zwillingsstudien, Adoptionsstudien
Modellvorstellungen/Theorien unter Einbeziehung der Ergebnisse von Genetik- und Umwelt-Forschung
insb. kritische Gegenüberstellung verschiedener Modelle/Theorien
Biologie / Biochemie Wissensstand bezügl. Störung des cerebralen Metabolismus
Hypothesen zu Transmitterstörung im Hinblick auf die   Psychopharmakotherapie der Schizophrenie (kritische Diskussion der Spezifitätsfragen, bzw. Spezifität dieser Therapieform)
Neurophysiologie / Anatomie Befunde zur strukturellen Veränderung des Gehirns, Verfahren, Messmethoden
Art der Veränderung, betroffene Regionen
begleitende kognitive Veränderungen
begleitende Symptomveränderungen
Befunde zu funktionalen cerebralen Veränderungen, sogen. brain-imaging-Methoden, Verfahren, Messmethoden, Ergebnisse - insbesondere im Hinblick auf  kognitive Störungen/Symptome der Schizophrenie
Experimentelle Psychologie (kognitive/psychophysiologische Befunde) Experimentelle Untersuchung zur Info-verarbeitung
Experimentelle Untersuchung zur Psychophysiologie
Veränderung der Parameter des autonomen Nervensystems, insbesondere elektrodermale Aktivität
Evozierte Potentiale
Therapie Psychopharmakotherapie:
- Wirkungsweise, Nebenwirkungen
Psychotherapieverfahren, psycholog. Interventionen, bes. kognitive / soziale Trainingsmaßnahmen

Themenbereich 2: Depressive Störungen / Manien, bzw. affektive Störungen

Symptome, Untergruppen, Differentialdiagnose Leitsymptome zur Abgrenzung der verschiedenen Formen der affektiven Störungen
Hinweise bei verschiedenen Untergruppen hinsichtl. Symptomatik und sonstigen  Merkmalen auf reaktive Störung bzw. sog. endogene Störungen (Hinweise in biolog.  Parametern / Umwelteinflüssen für die Einteilung)
Epidemiologie:
- Erkrankungsalter
- Verteilung auf Geschlechtsgruppen
- Hypothesen zur Begründung der unterschiedlichen
    Verteilung auf die Geschlechter
- Hypothesen zu der generell höheren Prävalenz der
    depressiven Störungen bei Frauen
Ätiologie
Umwelt





Rolle von Genetik/Umwelt

Modellvorstellungen/Theorien
:
- Rolle der psychosozialen Umwelt (Familie / soziale
   Lebensbedingungen / psychosozialer Streß) im
   Hinblick auf Entstehung und frühen Rückfall
  (Differenzierung von spezifischen und unspezifischen
   Stressoren, Häufung eines bestimmten Typus von
   Lebensereignissen im Vorfeld der Depression)
- Ergebnisse der Familienforschung, Zwillingsstudien,
  Adoptionsstudien
- Schwerpunkt psychologische Theorien
   (Attributionsforschung, kognitive Theorien etc.)
   auch experimentalpsychologische Grundlagen der
   Hypothesen zur Ätiologie der Depression -
   kritische Abwägung der verschiedenen Theorien
Therapie -Schwerpunkt:
  Psychologische Therapieverfahren, verschiedene
  Ansätze und Begründungszusammenanhänge
- Psychopharmaka: Verschiedene Typen, Unterschiede
  in der Wirkungsweise und  biochemischer Angriffsort;
  Zusammenhang mit Modellvorstellungen über
  hypothetische biochemische Veränderungen in der
  Depression / Manie

Themenbereich 3: Suizid

allgemein Epidemiologie, kulturelle und psychosoziale Faktoren. Psychologische Mechanismen der Suizidneigung, Begründungszusammenhänge
bei affektiven Störungen Merkmale der verschiedenen Typen des Suizides und funktionelle Bedeutung
Therapeutische Intervention

Themenbereich 4: Mißbrauch psychoaktiver Substanzen, psychologische Begründungszusammenhänge
                            und psychische Störungen

Definitionen Mißbrauch, Abhängigkeit, Sucht, Toleranz, Entzugssyndrome
Substanzgruppen sog. illegale Drogen / auch  Stimulantien (Typen und kurz- und langfristige Wirkung)
Epidemiologie, Prävalenzen im Hinblick auf  ätiologische Gesichtspunkte bei verschiedenen Substanz-Typen
Psychokulturelle Faktoren, Subkulturen, psychosoziale Faktoren, Beonderheiten des Mißbrauchs im Jugendalter
Genetik und Umwelt, mögliche Moderatorvariablen, neuropsychologische Effekte
Therapeutische Maßnahmen
Medikamenten-Abusus Typen und psychologische Begründungszusammenhänge des Mißbrauchs
Alkoholismus Verlauf, Kurz- und Langzeiteffekte, Biologische Mechanismen und Effekte, Neuropsychologische und Neurophysiologische Veränderungen/Schädigungen, Kurz- und Langzeiteffekte der Schädigung,
Forschung zur Ätiologie:
- Soziokulturelle Variablen
 - Psychologische Faktoren
 - Biologische Faktoren / Genetik / Adoptionsstudien

Fragenteil II: Angststörungen und andere psychische Störungen nach
                        Belastungen / psychischen Trauma

Themenbereich 1: Angststörungen

Grundlagen Einteilungsgesichtspunkte, Gesichtspunkte für Gruppierungen, Prävalenzen,
Psychopharmakotherapie versus Psychotherapie, Vergleichende Studien zu Effektivität
Biolog. und psycholog. Faktoren / Probleme der Pharmakotherapie bei einzelnen Stoffklassen
Phobien Untergruppen (interne / externe Reize); Verteilung einzelner Untergruppen hinsichtlich Geschlecht
Ätiologische Theorien: Lerntheorien, vermischte psychologische Theorien, psychoanalytische Theorien
Komorbidität
Panikstörung mit/ohne Agoraphobie Erscheinungsbild, Differentialdiagnose, Verteilung auf Geschlechter, Bedeutung des Aufmerksamkeitsfokus bei Panikstörungen
Experimentalpsychologische Grundlagenforschung, hierzu ätiologische Theorien und empirische Untersuchungen, Untersuchungen an Kindern von Personen mit Panikstörungen,  partner- und familientherapeutische Aspekte mit Untersuchungen
Psychotherapie einschl. Effizienzstudien verschiedener Therapieansätze
Generalisierte Angststörungen Differentialdiagnose, Prognose, Verteilung auf Geschlechter, Erscheinungsbild, Leitsymptome
Grundlagenforschung, empirische Studien Psychotherapie und Effizienz
Somatoforme Störungen Untergruppen, Zusammenhang mit anderen Angststörungen, gemeinsamer Symptomfokus bzw. hypothetische gemeinsamer Nenner, besondere Beschwerdebilder der Konversionsstörungen im Hinblick auf pseudosomatische Beschwerden
Differentialdiagnose:
- Somatisierungssyndrom / Hypochondrie
Theorien der Ätiologie

Themenbereich 2: Sonderformen (Zwangsstörungen, PTB, Dissoziative Störungen)

Zwangsstörungen Differenzialdiagnose besonders im Hinblick auf Psychosen, Prävalenz, Verteilung auf Geschlecht, Ätiologische Theorien, Gemeinsamkeiten u. Unterschiede zu sonstigen Angststörungen, Neurophysiologische Befunde, Theorien (auch im Hinblick auf Pharmakotherapie, z.B. Therapie mit Antidepressiva, hypoth. Zusammenhänge mit anderen Störungsformen - Übergangsformen)
Posttraumatische Belastungsstörung Abgrenzung zu anderen Angststörungen, Erscheinungsbild, Häufigkeit des Auftretens nach potentiell belastenden Ereignissen, Ätiologie,
spezifische Therapieansätze
Dissoziative Störungen Unterformen, Erscheinungsbild, Theorien zu Ätiologie, verschiedener Unterformen, Prävalenz, Spezifische Therapieansätze, Differentialdiagnose: Multiple Persönlichkeit/Schizophrenie

Hinweis für Studenten mit Schwerpunktfach Klinische Psychologie:
Neben größerer Detailkenntnis in den obigen Themenbereichen der " Klinischen Psychologie " sind sehr gute Kenntnisse in dem Bereich Neuropsychologie Voraussetzung und werden geprüft.
Aufbau, Funktion und Störungen der Temporallappen des Gehirns
der Frontal-und Praefrontalbereiche des Gehirns
der Parientallappen des Gehirns
des Limbischen Systems
sowie die funktionellen Aspekte der Hirnassymetrie
die wichtigsten Transmittersysteme, deren Funktion, sowie Beeinflussung durch Psychopharmaka
bzgl. der wichtigsten kognitiven Funktionen sollten die beteiligten cerebralen Strukturen bekannt sein.
Im Fachgebiet Verhaltensmedizin werden Kenntnisse der ätiologischen und bes.der psychologischen Mechanismen der Herz-Kreislauf-Erkrankung, der Hauterkrankung und des Asthma vorausgesetzt.
Ferner sollten die psychologischen Mechanismen bei der Chronifizierung von Schmerzerkrankungen
bekannt sein.